angeborene Spaltbildung der Wirbelsäule, die meist im Bereich der Lendenwirbelsäule oder des Kreuzbeins angelegt ist. Das sehr weite Spektrum reicht von harmlosen, äußerlich nicht sichtbaren Formen bis zu Spaltbildungen, die nicht mit dem Leben zu vereinbaren sind. Beim einfachen offenen Rücken (Spina bifida occulta) sind lediglich die knöchernen Wirbelbögen gespalten. Häufig fällt die Hautpartie über dem Defekt durch abnorme Behaarung, Pigmentierung oder Grübchenbildung auf. Bei Verwachsung des Rückenmarks im Bereich der Spina bifida kann es bei zunehmendem Längenwachstum zu neurologischen Ausfällen kommen. Eine Vorwölbung der Hirnhäute (Meningozele) und des Rückenmarks (Myelozele, Myelomeningozele) durch einen Wirbelspalt kann mit unterschiedlich schweren neurologischen Ausfällen (z. B. Lähmungen der Beine) einhergehen und muss operativ korrigiert werden. Die Spina bifida totalis, d. h. die vollständige Spaltung der Wirbelsäule (Rhachischisis) und des Rückenmarks (Myeloschisis), führt immer zum Tod. Spaltbildungen können auch am kopfseitigen Ende des Wirbelkanals auftreten. Eine Fehlbildung, die häufig gemeinsam mit einem offenen Rücken auftritt, ist der Wasserkopf (Hydrozephalus).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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