tief gehende, eitrige, einschmelzende Entzündung eines Haarbalges des äußeren Gehörganges.
Ursache: Hervorgerufen wird das Ohrfurunkel durch Staphylokokken. Gefördert wird die Entzündung durch Manipulationen im Gehörgang, z. B. mit Wattestäbchen.
Befund: Die Betroffenen klagen über starke Schmerzen. Der Gehörgang ist häufig zugeschwollen, die Lymphknoten der Umgebung sind vergrößert. Bei Druck auf den knorpeligen Vorsprung der Ohrmuschel tritt typischerweise Schmerz auf.
Behandlung: In den Gehörgang werden mit Alkohol getränkte Mullstreifen eingelegt. Später wird mit Antibiotika- und Kortikoidsalben behandelt. Gegebenenfalls muss das Ohrfurunkel chirurgisch eröffnet, bei schwerem Verlauf müssen Antibiotikatabletten oder -infusionen verabreicht werden. In den meisten Fällen kann auf Schmerzmittel nicht verzichtet werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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