angeborene oder erworbene Einengung der Lichtung der Nierenarterie, die zu einem Verschluss führen kann.
Ursache: Meist wird die Nierenarterienstenose durch arteriosklerotische Gefäßwandveränderungen ausgelöst. Ein verstärktes Wachstum von Muskel- und Bindegewebszellen der Gefäßwand liegt der fibromuskulären Dysplasie zugrunde, von der v. a. jüngere Frauen betroffen sind. Seltener wird die Nierenarterienstenose durch eine Abknickung im Gefäßverlauf, Aussackungen (Aneurysmen) oder Fehlbildungen der Nierenarterie verursacht. Dem vollständigen Verschluss einer Nierenarterie kann auch ein verschlepptes Blutgerinnsel (Nierenembolie) zugrunde liegen.
Befund: Es besteht ein durch Medikamente oft nur schwer einzustellender Bluthochdruck mit den entsprechenden Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen, Herzklopfen, Schwindel, Ohrensausen). Die Entwicklung eines akuten Nierenversagens oder einer chronischen Nierenschwäche ist möglich. Ein Gefäßgeräusch ist bei einer hochgradigen Nierenarterienstenose durch die Bauchdecke hindurch im Bereich des Nabels hörbar. Zur Sicherung der Diagnose kommen Ultraschalluntersuchungen, die Nierenszintigrafie und die Kontrastmitteldarstellung der Nierenarterien zum Einsatz.
Behandlung: Der Bluthochdruck wird medikamentös behandelt. Die Verengung wird operativ behoben, z. B. durch Aufdehnen (Angioplastie) oder durch die Anlage einer Umgehungsplastik.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung